Anfang vom Anfang

„Das Jüngste Gericht“.

Es war eine Antwort auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexico und auf eine internationale Internetkonferenz, an der viele Vertreter der Idee einer sog. „spirituellen Evolution“ teilgenommen haben, von Jean Houston über Deepak Chopra, Barbara Marx-Hubbard, Lynne McTaggert und viele andere. (Vor allem hat Lynne allen Teilnehmern eingeschärft, daß BP kein Vorwurf gemacht werden sollte, daß das Unglück einfach nur tragisch sei und daß man sich vorstellen sollte, wie die fähigen Ingenieure, wie damals bei der Apollo 13 Mission die Katastrophe in den Griff bekommen)

Ich habe diesen „Golf Aufruf zur heiligen Handlung“ angehört und einen Brief geschrieben, eine – alarmierte! – Antwort auf die geführte Meditation von Lynne McTaggert.

In der geführten Meditation schien Lynne zu sagen: Laß uns zunächst einfach das Leck zubekommen und dann, aber bitte ganz ohne Vorwurf, können wir vielleicht auch noch die zugrundeliegenden Ursachen anschauen, aber bitte ganz ohne Zeitdruck, und überlegen, ob wir die Verhaftung an die auf Petroleum basierende Wirtschaftsform ändern können, aber bitte ganz ohne bindende Verpflichtung.

Ich habe ein Gefühl, daß dieses Vorgehen nicht mit der bestmöglichen Entwicklung der Situation harmoniert.

Wenn ich mir vorstelle, daß die schlauen Ingenieure, von BP und anderswo, fähig wären, mit einem genialen, technologischen Handstreich das Leck schnell schließen könnten und dann auch noch den Dreck mit allen zur Verfügung stehenden, ebenfalls giftigen Mitteln entfernen etc., dann würde ein Seufzer der Erleichterung durch die Verantwortlichen gehen, vereint mit Stolz auf den Erfindungsreichtum und Vertrauen in die Fähigkeit, so ziemlich jede Katastrophe in den Griff zu kriegen, - bestätigt auf dem Weg des Teufelskerls, der „jetzt handelt und später nachdenkt“, „jetzt Geld macht und mit den Problemen erst umgeht, wenn sie schon da sind“ etc.

Wenn ich mir vorstelle, im Auftrag von Mutter Erde nachzudenken,  dann hätte ich nicht das Gefühl, daß bei diesem Vorgehen gut für meine Bedürfnisse gesorgt wird.. Im Gegenteil, ich hätte das Gefühl, als ob mein großes Opfer gerade verschleudert wird. – Das selbe würde ich auch im Auftrag der Pelikane und Delphine, der Fische, Schalentiere, des Plankton und all der anderen Lebensformen im Meer fühlen.

In mir ist ein tiefes Empfinden, daß die erste Priorität hier ein gründliches Aufrütteln des Gewissens sein soll,  - nicht vorwurfsvoll, mit dem Finger zeigend und in oberfächlicher Weise nach einem Sündenbock suchend, sondern in einer tiefen Bewegung des Bewußtseins.

Ich stellte mir vor, wie die Lebenskraft aller Geschöpfe, die ihre Leben dort verloren, einschließlich der elf Menschen, aufsteigt wie ein Sturm, geführt und unterstützt von unserem Bewußtsein und sich auf die vielen Schlüsselfiguren richtet aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, den Medien, Religion und Militär – aus allen Bereichen der Gesellschaft, die in der Lage sind, die Zukunft in punkto der Frage "Geld oder Lebensqualität" insbesondere in Bezug auf Öl-Abhängigkeit entscheidend zu beeinflussen.

Ich stelle mir vor, ihnen in ihren Träumen zu begegnen, ihr Gewissen zu befragen, durch den Nebel der legalen und illegalen Drogen dringend, an den kunstvollen Ablenkungen vorbei,  sie zur Rechenschaft ziehend, - stelle ich sie mir vor, wie sie sich ihrer eigenen, persönlichen Verantwortung gewahr sind, für das was sie tun und auch was sie nicht tun. Gewahr und im vollen Bewußtsein eines möglichen, zukünftigen, zerstörten Planeten, wenn Leben in den Ozeanen kollabiert, die Sauerstoffproduktion gefallen, die Nahrungsmittelproduktion unterbrochen und die Temperatur aus dem Gleis gelaufen ist. Ich sehe sie in meinem inneren Auge, höre ihren  Atem, spüre sie erbeben, wenn sie die Last des Leids spüren, welches die Folge ihres Handels ist. Das ist kein Vorwurf, keine Moralpredigt, sondern eine sehr wirklichkeitsnahe Option, etwas, das sie in ihrem karmischen Port-Folio tragen werden, sehr Tat-sächlich…

Das Wunderbare an diesem gegenwärtigen Zeitpunkt ist, daß es noch nicht zu spät ist. –

Ich stelle mir diese Schlüsselpersonen vor, diesen gewissen, prozentualen Anteil der Bevölkerung, von den Superreichen und Mächtigen bis hin zu den gewöhnlichen Mitläufern, die sich bis jetzt dem Gewahrwerden verweigert haben, wie sie wachen, sich nicht entziehen können, Nacht für Nacht, Tag für Tag, schwitzend, kämpfend, zitternd …bis sie endlich den wunderbaren Gedanken erschauen, ihre eigennützigen Interessen loszulassen, sogar das Konzept eigennütziger Interessen loszulassen - und endlich einmal das Richtige zu tun.

Ich stelle mir vor, wie sie tief und erleichtert Atem holen, den ersten, reinen und leichten Atemzug seit langem, vielleicht seit sie denken können, jetzt, nachdem sie ihre wunderbare Wahl getroffen haben … wie sie gereinigt, gestärkt, entschlossen und klar auftauchen. – Auf eine ganz neue Weise glücklich, voller Freude und bereits belohnt mit einer Welle des Hochgefühls, gibt ihnen ihre gute Wahl schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf die köstliche Zukunft, die sie von jetzt an mitgestalten.

Wenn ich mir vorstelle, ein nichtsahnender Börsenspekulant zu sein, würde ich es vorziehen auf diese Weise aufgeweckt zu werden anstelle  „verschont“ zu bleiben …und dann später mich genau in dieser Situation zu finden, aber in einer Zeit, wo es zu spät ist.! – Und schließlich hat Jesus uns versprochen, das selbe zu tun.

Die Mutter Erde selbst gibt uns den Hinweis. Es geht nicht um den Körper, sie ist willens physisches Leben zu opfern, um uns aufzurütteln. Erweisen wir ihr die Ehre und helfen wir ihr beim Rütteln.  – Und wir erfinden hier nichts, wir stellen die Dinge nur klar.

Ich bin sicher, sobald genug Menschen sich gewahr geworden sind, wird die Ölkatastrophe ihren Zweck erfüllt haben und die Erde wird zulassen, daß die Sache dann auch auf der physischen Ebene rasch erledigt werden kann.

- und angesichts des großen Ganzen erkläre ich meine eigene Bereitwilligkeit, alle und jede der Konsequenzen meiner eigenen Handlungen oder Unterlassungen gezeigt zu bekommen und in den subtilen Bereichen meines Gewissens wachgerüttelt zu werden, damit ich durch die Nebel dringen kann, mit denen ich mich selbst umgebe und ich wünsche mir nichts mehr, als den Weg zu sehen,meine eigennützigen Interessen zur Seite zu stellen und die Inspiration zu einer Handlungsweise zu bekommen, die richtig und in Harmonie mit den Erfordernissen des großen Ganzen ist.

mit Liebe
Inge

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